Eru Ilúvatar

REMEMBER TO CHANGE ME.

Eru Ilúvatar, „der Eine, der Allvater“, ist in J. R. R. Tolkiens fiktiver Romanwelt über Mittelerde der Schöpfergott. Das Silmarillion beschreibt seine Existenz vor der Welt mit folgenden Worten:

„Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend anderes erschaffen war …“

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion[1]

In der Ainulindale wird über die Erschaffung der Welt durch Eru berichtet, wobei ihm jedoch die Ainur zur Seite stehen und aktiv eingreifen. Tolkien wählte für seine Schöpfung einen ungewöhnlichen Weg, denn seine Welt entsteht aus dem Gesang oder der Musik der Ainur, denen Eru sein großes Thema vorgibt. Daraus entsteht „Ea, die Welt, die ist“.

Eru wird in Mittelerde nicht in Gotteshäusern, Kirchen oder Tempeln verehrt. Lediglich auf der untergegangenen Insel Númenor gab es auf dem höchsten Berg, dem Meneltarma, eine Kultstätte für ihn. Sein Aufenthaltsort wird als „außerhalb der Welt“ beschrieben, daher ist er für die Bewohner Mittelerdes nicht direkt anrufbar. Lediglich sein Statthalter auf Mittelerde Manwe ist in der Lage, ihn anzusprechen. Dies ist nur in Extremsituationen notwendig, beispielsweise als die Heere Númenors versuchen, in Valinor zu landen.